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Durchhalten allein ist kein Führungsstil!

  • bkiffner
  • 3. März
  • 2 Min. Lesezeit

Ich hab früher gedacht, ein guter Chef ist der, der am längsten durchhält, der als Erster kommt, als Letzter geht und nie jammert. Heute weiß ich: Genau das war einer meiner größten Fehler und leider auch ein Führungsfehler!

In der Gastro gilt oft: Wer noch steht, hat gewonnen. Egal, ob müde, gereizt oder innerlich längst leer. Hauptsache durchhalten. Aber was passiert, wenn genau das zum Führungsstil wird? Wenn Ausdauer plötzlich die Messlatte für „gute Führung“ ist? Genau der Mythos, den ich im letzten Blog schon beleuchtet habe: der Mythos vom „belastbaren Gastro-Menschen“.

Ich erinnere mich an Tage, an denen ich selbst dachte, ich müsste alles alleine stemmen. In der Praxis bedeutete das gleichzeitig das Tagesgeschäft managen, Event-Vorbereitungen, Service, Nachbereitung… Stundenlang auf den Beinen, null Pause, null Wertschätzung. Tag für Tag, Woche für Woche. Und jedes Mal, wenn etwas schiefging, fühlte es sich an, als würde man mir die Verantwortung für alles um die Ohren hauen. Was ich gelernt habe: Durchhalten allein ist kein Führungsstil. Wer sich selbst und andere permanent aufs Zahnfleisch bringt, produziert dünnhäutige Teams, sinkende Motivation und ein erhöhtes Fehler-Risiko. Dauerstress macht dich weder stark noch „belastbar“. Er macht dich müde, unaufmerksam und blind für die Dinge, die wirklich zählen --> dein Team, die Gäste, du selbst.

Deshalb ist es meine Devise heute: Klarheit statt Marathon. Grenzen statt Dauerlauf. Verantwortung übernehmen, ohne sich selbst auszubrennen. Ein guter Chef zeigt, dass er führen kann, ohne sich selbst und seine Leute zu zerreiben. Entscheidungen treffen, die Sinn machen, Energie schützen, Prioritäten setzen und auch mal „Nein“ sagen, auch wenn es unbequem ist.


Fazit: Wer glaubt, dass „Durchhalten“ ein Maßstab für gute Führung ist, lebt in der falschen Illusion. Stell dir vor, du gehst nach einer langen Schicht nach Hause, erschöpft, ausgelaugt, aber innerlich noch im Dauerstress. Das ist kein Erfolg, das ist Selbstbetrug. Jetzt stell dir dein Zukunfts-Ich vor: Du kommst nach Hause, spürst, dass du alles im Griff hattest, dein Team hat Spitzenleistung gebracht, die Gäste waren glücklich, und du selbst hast deine Energie geschont. Du hast klare Grenzen gesetzt, Entscheidungen getroffen, die Sinn gemacht haben, und dich nicht zum Lastenesel für andere machen lassen. Dieses: Ich arbeitet nicht nur effizienter, sondern bleibt auch motiviert, klar im Kopf und voller Freude an der Arbeit. Genau das bedeutet souverän, gesund und klar zu führen und dabei den Mythos vom „belastbaren Gastro-Menschen“ endgültig hinter sich zu lassen. Im stressigen Gastroalltag helfe ich dir, klar zu sehen: Welche Verantwortung gehört wirklich dir und wo wirst du nur zum Lastenesel für die Unsicherheiten anderer? Wir decken auf, wo deine Energie verschwendet wird, legen deine Werte und Ressourcen offen und entwickeln ein Gespür dafür, wann Grenzen gesetzt werden müssen. Du lernst, bewusst „Nein“ zu sagen, auch wenn alles brennt, und Entscheidungen zu treffen, hinter denen du wirklich stehst. So behältst du den Überblick, schützt dich selbst, dein Team und deine Gäste – und führst klar, souverän und gesund, ohne dich selbst auszubrennen.


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